Der Blubb und die Gotteskrieger

Wer würde Verona Poth nicht glauben, dass Spinat stark macht?

Wer würde Verona Poth nicht glauben, dass Spinat stark macht?

Verona Poth hat sich mitschuldig gemacht. Über viele Jahre hat sie den Rahm-Spinat von Iglo mit dem „Blubb“ vermarktet. Der „Grünen Gefahr“ wurde nachgesagt, dass sie besonders viel Eisen enthalten würde. Mehrere Generationen von Kindern wurden mit der Behauptung, dass Spinat „groß und stark“ mache, regelrecht verarscht. Vor drei Jahren fiel das Lügengebäude in sich zusammen; Wissenschaftler hatten festgestellt, dass der Eisenreichtum nur ein Mythos war. Statt 35, enthält Spinat nur etwa 3,4 Milligramm Eisen. Ein schlichter Übertragungsfehler oder Absicht, zugunsten der Spinatindustrie? Wer weiß!

Bei den islamischen Gotteskriegern verhält es sich ähnlich. Wer, als Mann, für seinen Glauben stirbt und das gilt besonders für Selbstmordattentäter, auf den warten im Jenseits 70 Jungfrauen, heißt es. Millionen haben das geglaubt und starben in der Hoffnung auf sexuelle Abenteuer. Islamgelehrte haben jetzt festgestellt, dass auch hier ein Übertragungsfehler vorliegt. Tatsächlich warten im Himmel nicht 70 Jungfrauen, sondern 70jährige Jungfrauen. Allerdings sagen sie auch, dass es sich nicht um einen Übersetzungsfehler, sondern um pure Absicht handelt.

IS macht Euro zur Leitwährung

Der Islamische Staat wechselt den Irishintergrund von Dollar zum Euro

Der Islamische Staat wechselt den Irishintergrund von Dollar zum Euro

Der Islamische Staat schwimmt im Geld – genau wie die Bundesrepublik Deutschland. Der weitere Aufbau einer sozialen Infrastruktur in den eroberten Gebieten erfordert nun auch einen professionelleren Umgang mit den Kapitalströmen des IS.

Yen, Renminbi und US-Dollar kommen für die IS-Finanzstrategen nicht in Frage, weil die Manipulationsmöglichkeiten Japans, Chinas und der USA zu groß seien. Europa, mit seinen vielen Mitgliedsstaaten, sei politisch so indifferent im Umgang mit dem Islamischen Staat, dass der Euro bei den Fiskalpolitikern des IS erste Wahl ist. Außerdem besteht nach Ansicht des IS die Möglichkeit, bei weiterer Expansion auch auf die Leitwährung Einfluß zu nehmen.

Für die Strategen Islamischen Staates bietet sich hier eine wirkungsvolle Möglichkeit, Europa ohne einen einzigen Schuss in die Knie zu zwingen.

Verfassungsschutz gibt Handreichung zur Feinderkennung

Vorsicht! Mindestens zwei dieser Männer sind Salafisten. Der Verfassungsschutz nennt Erkennungsmerkmale.

Vorsicht! Mindestens zwei dieser Männer sind Salafisten. Der Verfassungsschutz nennt Erkennungsmerkmale.

Staatsbürger gib Obacht! Unter diesem Motto klären die Verfassungsschutz-ämter jetzt auf. Alle Bürger sollen mithelfen, die Staatsfeinde zu indentifizieren.

„Den Salafisten erkennt man ganz leicht“, heißt es da. „Er trägt zu kurze Hosen, die schon über den Knöcheln enden.“ „Auch gibt der Salafist Frauen nicht die Hand.“ Wenn das beobachtet wird, heißt es wachsam sein! Auf keinen Fall solle man selbst eingreifen und bei uns übliche Verhaltensweisen erzwingen, rät der Verfassungsschutz.

Auch vor voreiligen Schlüssen wird gewarnt: nicht jeder Mann in kurzen Hosen sei ein Salafist. Es könnte auch jemand sein, z.B. ein Jugendlicher, der aus ärmlichen Verhältnissen stammt und sich einfach keine passende Kleidung leisten kann. Auch soll es Milieus geben, so der Ratgeber, in denen zu enge und zu kurze Kleidung als schick gilt.

Als einzig sicherer Test gilt die Beleidigung und Verunglimpfung des Propheten Muhammad. Das können wirkliche Salafisten überhaupt nicht ab.

Geht es dem IS jetzt endlich an den Kragen?

Deutsche Rüstungskonzerne wollen den IS verklagen, wegen unrechtmäßiger Nutzung deutscher Waffen.

Deutsche Rüstungskonzerne wollen den IS verklagen, wegen unrechtmäßiger Nutzung deutscher Waffen.

Die deutschen Waffenhersteller EADS, Rheinmetall, Krauss-Maffei Wegmann, Thyssen-Krupp und Diehl Defence haben sich zusammengeschlossen und wollen mit Hilfe der Bundesregierung den IS vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag verklagen. Der Vorwurf: der IS nutzt lizenzwidrig Waffen, die nicht an ihn geliefert wurden, für kriegerische Zwecke.

Kenner der komplizierten Rechtsmaterie warnen allerdings vor diesem Schritt. Ein ehemaliger Richter ist überzeugt, dass „der Schuss leicht nach hinten los gehen kann“. Die Bundesregierung habe sehr wahrscheinlich dem Export aller deutschen Waffen zugestimmt, mit denen der IS jetzt den Nahen Osten an den Rand des Wahnsinns treibt. Nach dem Verursacherprinzip könnte das Gericht den Lizenzverstoß als nebensächlich, den Export von Waffen in unsichere Staaten aber als ursächlich ansehen.

Angela Merkel hat die Bundestagsrepräsentanten der Waffenhersteller zu einer Konsultation einbestellt. Aus dem Kanzleramt verlautet ihre Bemerkung: „Den Knallköppen werde ich das schon ausreden, bevor der Internationale Gerichtshof uns am Wickel hat.“

US-Armee sucht tausende Jungfrauen

Falsches Gerücht: nicht 72 Jungfrauen, sondern 72jährige Jungfrauen warten.

Falsches Gerücht: nicht 72 Jungfrauen, sondern 72jährige Jungfrauen warten.

Mit dem Angebot, schon zu Lebzeiten 72, also reichlich, Jungfrauen (Houris) zu besitzen, will die US-Armee jetzt an die Kämpfer des IS (Islamischer Staat) herantreten.

Zwar ist die Belohnung im Koran nicht explizit erwähnt, doch in der Gegenwart dient das Gerücht als Motivation dafür, im Kampf für den Islam zu sterben. Besonders für Selbstmordattentäter ist das in der Regel der Hauptgrund für ihre Tat.

So einfach wie sich die Militärstrategen das vorstellen, ist es aber nicht. Selbst im prüden Amerika ist es unmöglich, die nötige Menge an Jungfrauen aufzutreiben. Und erste Tests haben ergeben, dass nicht alle IS-Kämpfer auf Jungfrauen abfahren.

Mit einer Propagandalist will man nun die IS-Kämpfer verwirren. Führende islamische Geistliche klären die Kämpfer darüber auf, dass im Paradies nicht 72 Jungfrauen, sondern 72jährige Jungfrauen warten. Das soll die IS-Kämpfer motivieren, jetzt und im Diesseits zuzugreifen.

Doch keine Waffen für die PKK – von der Leyen will Frauenarmee

Von_der_Leyen CC-BY-SA-3.0-de

Ursula von der Leyen setzt den Glauben als Waffe ein
Foto: CDU CC-BY-SA-3.0-de

In der Bundesregierung geht es drunter und drüber. Erst soll es humanitäre Hilfe für die Jesiden geben, dann Waffen für die Kurden und die neueste Idee sind kurdische Frauenarmeen. Auf diese wirkungsvolle Idee kam Verteidigungsministerin von der Leyen nach Gesprächen mit islamischen Religionswissenschaftlern. Das künftige Motto lautet: „Horror gegen Horror!“

Denn die IS-Kämpfer fürchten nichts mehr, als von einer Frau getötet zu werden. Das hat nach ihren religiösen Vorstellungen nämlich zur Folge, dass sie nicht in den Himmel dürfen. Erste Erfahrungen hat der kurdische Widerstand bereits mit Frauenkommandos gegen IS gemacht. Sobald der erste IS-Kämpfer von der Kugel einer Frau getroffen wurde, gaben die anderen unverzüglich Fersengeld und rannten um ihr himmlisches Glück davon.

Die neue Taktik ist allerdings sehr gemein! Erstmals wird der Glaube des Gegners hemmungslos für die eigene Kriegslist eingesetzt. Nicht auszumalen was der Welt bevorsteht, wenn das Schule macht.

Bundespräsident Gauck, das militante Gewissen der Nation, kritisiert von der Leyen: „Diese Maßnahme ist schrecklich. Sie benutzt den Glauben als Waffe. Von einer christlichen Politikerin hätte ich diese Distanzlosigkeit nie erwartet.“