Zieh mit, wähl Schmidt!

Auch altes Wahlkampfmaterial kann wieder verwendet werden, wenn Helmut Schmidt noch einmal antritt.

Auch altes Wahlkampfmaterial kann wieder verwendet werden, wenn Helmut Schmidt noch einmal antritt.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!“ Dieses Goethe-Zitat hat der ehemalige Obama-Wahlkampfberater, Jim Messina, der SPD ans Herz gelegt. Der Goethe-Kenner hatte nach eingehender Analyse der SPD festgestellt, dass sie mit dem derzeitigen Personal keine Wahl gewinnen kann.

Er riet den SPD-Strategen für die Bundestagswahl 2017, auf bewährte Muster und Personen zu setzen. Beratungsresistenz wollten die Genossen sich nicht nachsagen lassen und entschlossen sich jetzt, Helmut Schmidt noch einmal als Joker einzusetzen. Der 96jährige ist grundsätzlich dazu bereit, wartet aber noch auf eine Naturkatastrophe.

Schmidt, der sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen kann, würde damit auch der CDU ein Alleinstellungsmerkmal nehmen. Großen Zuspruch erfährt die SPD derzeit von der Zigarettenindustrie, die ihren Wahlkampf komplett sponsern will. Die großen Veranstaltungssäle werden schon für Raucher umgerüstet, denn während der Schmidt-Auftritte soll das Rauchen für alle erlaubt sein. Bei einem Raucheranteil von 25 % in der Gesamtbevölkerung hat die SPD gute Chancen nicht weiter abzusacken.

Mißfelder und Putin einig: keine Hüftgelenke für alte Russen

Mißfelder hat gut Lachen, Putin teilt seine politischen Ansichten

Mißfelder hat gut Lachen, Putin teilt seine politischen Ansichten

Philipp Mißfelder, ehemaliger Shooting Star der CDU, hat derzeit Probleme mit seiner Partei, weil er in St. Petersburg zusammen mit Putin den 70. Geburtstag von Altkanzler Schröder (SPD) feierte. Der Kohl-Zögling war allerdings aus einem viel wichtigeren Grund in Russland. Er führt im Auftrag der Kanzlerin Geheimverhandlungen über Angleichungsprozesse in den Gesundheitssystemen der Bundesrepublik und Russlands.

Einigung erzielte Mißfelder mit Putin schon im Leistungsbereich von Hüftgelenken für Senioren. Während Mißfelder für Deutschland die Altersgrenze von 85 Jahren ins Spiel brachte, will Putin nur noch für Berufstätige Hüftgelenke bezahlen. Das kommt Mißfelder allerdings entgegen, denn der hält ein Renteneintrittsalter von 70 Jahren für sinnvoll.

Mit Putin sprach Mißfelder auch über den Alkoholkonsum der Russen. Im kleinen Kreis nannte er sie „ein versoffenes Pack“! Er forderte Putin auf, die Sozialleistungen zu kürzen, denn „das ist doch nur eine Anschubfinanzierung für die Tabak- und Spirituosenindustrie“.

Einig ist sich Mißfelder auch mit Putin darüber, dass Menschen mit anderen politischen Auffassungen als die jeweilige Regierung, wie Terroristen behandelt werden sollten. Er nannte dazu die G8-Gegner, die „wie Terroristen der RAF“ seien.

Senioren per Faxgerät bestohlen – Betrüger aus Uganda mit neuer Masche

Die Polizei warnt vor dem FAX-Betrüger

Die Polizei warnt vor dem FAX-Betrüger

Beate H. (Name der Redaktion bekannt), ehemalige Geschäftsfrau in einer Kleinstadt am Niederrhein ist zum ersten Mal, nach einem bewegten Berufsleben, auf einen miesen Betrüger herein gefallen. Dabei warnen schon seit Wochen Polizei und Landeskriminalämter vor dem sogenannten Fax-Betrüger.

Die 76jährige frühere Inhaberin einer Lottoannahmestelle mit angeschlossener Postfiliale wurde in ihrer aktiven Zeit des Öfteren mit Betrugsversuchen konfrontiert, aber dieser Trick war ihr neu. Nach sehr langer Zeit spuckte ihr immer noch aktives Faxgerät aus der „Lottozeit“ ein nettes Schreiben aus. Der (angebliche) Vorsitzende des Vereins „Rettet die Faxgeräte e.V.“ schrieb, dass er es ihr hoch anrechnen würde, dass sie zu den Personen gehört, die trotz Internet und solchem Firlefanz dem guten alten Fax die Treue hält.

Mit dem Lob war das Angebot verbunden, die uneingeschränkte Funktionalität ihres Gerätes zu überprüfen. Dazu sollte Beate H. zwei 100-Euro-Scheine, jeweils einen mit der Vorder- bzw. Rückseite in ihr Faxgerät legen und an eine in dem Schreiben angegebene Fax-Nummer senden. Das machte die Seniorin gern und prompt spuckte ihr Faxgerät auch den Sendebericht aus.

Erst tags darauf vermisste sie die 200 Euro und stellte fest, dass ihr Faxgerät das Geld einbehalten hatte – es war schlicht und einfach weg. Bei der Polizei erklärte man ihr, dass sie dem Fax-Betrüger auf den Leim gegangen sei. Über die angegebene Fax-Nummer sei ihr Faxgerät so manipuliert worden, dass die Geldscheine direkt in Uganda bei dem Betrüger landeten.

Die Landeskriminalämter haben ihre Warnhinweise intensiviert, nachdem bekannt wurde, dass mehrere hundert Senioren mit diesem miesen Trick betrogen wurden.

Diesen Beitrag darf jede/r bei Facebook und Twitter teilen.

„Alle in einen Sack stecken und draufhauen, Du triffst immer den Richtigen!“

Kommunikationszentrale Tchibo - nur Kaffee war gestern

Kommunikationszentrale Tchibo – nur Kaffee war gestern

Gestern wurde bei Tchibo wieder die Welt erklärt

Tchibo, das ist der kleine Laden mit Haushaltsgeräten, Gartenzubehör, Fahrrädern und Elektroartikeln in dem es auch Kaffee zu kaufen gibt. Man kann ihn dort auch trinken, im Stehen, das erfordert ordnungsrechtlich keine Toilette. Die Kundschaft bietet einen Querschnitt durch alle Milieus unserer Gesellschaft. Grund genug mal zuzuhören.

Der Kaffee ist für das Ambiente und dann auch noch als Stehkaffee verköstigt, viel zu teuer. Trotzdem ist es nicht immer möglich, einen freien Platz an einem der Stehtische zu ergattern. Draußen stehen die Raucher und drinnen die, die es mal waren. Offensichtlich gibt es viele Stammkunden, das kann man den Gesprächen entnehmen. Oft reicht ein Stichwort um alle zum Nicken zu bringen. Tagesaktuelle Themen werden erläutert und jeder gibt schon bei der Schilderung seinen Senf dazu.

Da steht der ehemalige Berufsschullehrer neben dem ehemaligen Wirt und neben dem ehemaligen LKW-Fahrer. Zwei weitere ehemalige Irgendwasse stehen dabei. Was alle eint ist das Alter, das hohe! Dadurch reduziert sich das Weltgeschehen auf weniger Themen. Der Mainstream ist angesagt, jeder soll mitreden können. Die Bedrohung der Rente durch die Politiker, die bei Tchibo alle gleich sind – gleich verkommen und schlecht. „Alle in einen Sack stecken und draufhauen, Du triffst immer den Richtigen!“ Bin Laden und Al-Qaida, die Saudis und der Benzinpreis, das Rauchverbot in NRW, saufende Jugendliche beim Stadtfest, Radfahrer in der Innenstadt, die Fahrpreise im ÖPNV, das neue KFZ-Kennzeichen, der Zustand der Innenstadt, die Mietnebenkosten, die Kosten im Pflegeheim und immer wieder Krankheitsverläufe mit Wunderheilung oder Aussichtslosigkeit….

Politiker, die ungeschminkt erfahren wollen, was die Menschen bewegt, sollten keine Umfragen lesen, sondern regelmäßig eine Tasse Kaffee trinken – bei Tchibo.

Diesen Beitrag darf jede/r bei Facebook und Twitter teilen.

Deutsche Rentner durch fünf Gewerkschaften überfordert

Die fünf Rentnergewerkschaften

Die fünf Rentnergewerkschaften

Gema, Machma, Holma, Tuma, Bringma, das sind die Gewerkschaften, in denen die meisten verheirateten Rentner Mitglied sind. Das dadurch geforderte Engagement treibt die Senioren an ihre Leistungsgrenzen.

„Seit ich Rentner und für die fünf Gewerkschaften tätig bin, bleibt nicht eine Minute Zeit für mich“, klagt Gustav P. (Name der Redaktion bekannt) aus Schwalmbach. Ständig sei er unterwegs, das habe er sich für seinen Ruhestand anders vorgestellt, klagt er.

Ärzte warnen denn auch schon vor der Überforderung im Alter: „Eine oder zwei Aufgaben tun es doch auch, man kann alles übertreiben“, so Prof. Dr. Habenichts, der auch die Barmer Ersatzkasse berät. Natürlich sei es sinnvoll sich fit zu halten, doch oft würden gerade Senioren nicht ihre Grenzen kennen.

Renten sollen an Abgeordnetenbezüge gekoppelt werden

Geheime Zusatzvereinbarung zum Koalitionsvertrag aufgetaucht

Merkel und Gabriel sind immer wieder für Überraschungen gut. Erst jetzt sickerte aus Abgeordnetenkreisen durch, dass es eine geheime Anlage zum Koalitionsvertrag gibt. GladBlog liegt die 25-Seiten-Vereinbarung inzwischen vor. Wir werden sukzessiv über die wesentlichen Inhalte berichten.

geldscheine

Rentner schwimmen bald im Geld

Beim ersten Durchblättern traf uns fast der Schlag – Merkel und Gabriel vereinbarten, dass die Renten künftig an die Abgeordnetendiäten gekoppelt werden sollen. Das kann zweierlei Auswirkungen haben; der Vertrag macht dazu aber keine Präferenz deutlich.

Es kann sein, dass die Rente in einem Jahr um 1,2 % steigt, das hätte zur Folge, dass auch die Abgeordnetenbezüge nur um 1,2 % steigen würden.

Der andere Fall wäre evtl. der finanzielle Gau: Steigen die Abgeordnetendiäten so rasant wie bisher, dann würden bei üblichen 3 -5 % auch die Renten sprunghaft steigen.

Rentenexperte Eberhart Fuchs sieht aber keine Probleme: „Eine Rentenerhöhung von 5 % per anno würde zu einer deutlichen Verbesserung der Binnennachfrage führen, das gibt neue Jobs und die Rentenkasse wird wieder voller!“

GladBlog teilt diese Einschätzung, ist sich aber sicher, dass dieses Geheimpapier nie umgesetzt wird.

Von der Leyen will mehr Senioren in der Bundeswehr

„Endlich eine sinnvolle Anschlußverwertung!“

Als Ursula von der Leyen Verteidigungsministerin wurde, skandierten vorzugsweise Männer, dass die Bundeswehr künftig mit Wattebäuschchen schießen würde. Doch solch chauvinistische „Witze“ lassen die Chefin der „Schule der Nation“ (Zitat von Ex-Kanzler Kiesinger, 1969) offensichtlich kalt. Nun wurde ihr erster Vorschlag zur kostengünstigen Steigerung der Wehrkraft bekannt.

Gut ausgebildete Senioren will die Ministerin in die Bundeswehr holen und dabei „mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“, so das Verteidigungsministerium in einer Verlautbarung. Durch die Rentenkürzungen der vergangenen Jahre und die Inanspruchnahme von Vorruhestandsregelungen, sind viele gut ausgebildete Fachkräfte der grassierenden Altersarmut anheim gefallen. „Gerade solche Fachleute fehlen aber in der hochtechnisierten Armee“, heißt es.

kamikaze

Senioren Suizidangrifseinheit

„Sinnvolle Anschlußverwertung“

Von der Leyen weiß aus ihrer bisherigen Tätigkeit als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, dass ältere Menschen auch mit 65 Jahren noch überaus fit sein können. Andererseits sind viele depressionsgefährdet, weil ihnen eine sinnvolle, ihre Leben ausfüllende Tätigkeit fehle. „Viele sehnen sich nach einer sinnvollen Anschlußverwertung“, heißt es in der Verlautbarung.Wenn der Koalitionsausschuss seine Zustimmung gibt, sollen schon im zweiten Halbjahr 2014 sog. Seniorenrekrutierungsbüros die Arbeit aufnehmen und „an den Mann gehen“. Konkret heißt das, man wir in Altentagesstätten, Seniorensportvereinen und evtl. auch in Altenwohnanlagen vorstellig um passendes Personal zu finden. Natürlich erhoffen sich auch die Haushaltsexperten Vorteile von einer Mischfinanzierung aus Rente und Gehalt – beide Zahlungen sollen teilweise miteinander verrechnet werden.

Auch Kamikazeeinheit?

Experten der Bundeswehr arbeiten schon an fortgeschritteneren Szenarien. Es ist bekannt, dass die Suizidrate unter Senioren überdurchschnittlich ist. Nach einem Gedankenaustausch mit japanischen Militärhistorikern reifte der Gedanke, auch innerhalb der Bundeswehr eine „Suizidangriffseinheit“ aufzustellen. Freiwillige Senioren mit latenter Suizidalität sollen in dieser Einheit dienen und als Konter gegen islamische Selbstmordattentäter eingesetzt werden.

Deutsche Seniorenliga e.V. protestiert

Während die Anschlußverwertung von fitten Senioren in der Bundeswehr auch bei der Deutsche Seniorenliga e.V. auf große Zustimmung stößt, lehnt die Interessenvertretung die „Kamikazeeinheit“ strikt ab. In einer Erklärung heißt es: „Sinnvolle Aufgaben in der Bundeswehr ja, aber eine Beschäftigung mit finalem Ausgang ist menschenverachtend und mit unserem modernen Gesellschaftssystem nicht zu vereinbaren.