Falsch ausgedrückt – Merkel will Pressekonferenz wiederholen

Opfer der Merkelschen Adjektivsteigerung

Opfer der Merkelschen Adjektivsteigerung

Angela Merkel, unser aller Kanzlerin, ist ein Mann, sorry, eine Frau der klaren Worte. Selten redet sie um den heißen Brei herum. Auch jetzt, in Zeiten der Edathy-Affäre, ist das so. Allerdings hat sie sich in einer Pressekonferenz vor wenigen Tagen in der Wortwahl völlig vergriffen.

Gegen den Strich gingen ihr Schlagzeilen wie etwa auf Spiegel-Online: „Edathy-Affäre: Merkel spricht Gabriel volles Vertrauen aus“. Merkel dazu: „Im Eifer des Gefechtes habe ich mich wohl etwas zurückhaltend geäußert. Selbstverständlich wollte ich bekannt geben, dass Herr Gabriel mein „vollstes Vertrauen“ hat und nicht nur mein „volles Vertrauen“.

Die Kanzlerin ist nun an die Bundespressekonferenz herangetreten und hat um eine Wiederholung der Pressekonferenz gebeten um diesen Satz klarzustellen.

Sprachliebhaber raufen sich wieder mal die Haare, ein Journalist: „Ein Adjektiv wie „voll“ kann nicht gesteigert werden, auch nicht von der Bundeskanzlerin!“

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Clement will wieder in SPD – Gabriel leidet unter Panikattacken

So kennt man Wolfgang Clement - immer den Finger oder die Fahne im Windt

So kennt man Wolfgang Clement – immer den Finger oder die Fahne im Wind

Wolfgang Clement, Journalist, Manager, Lobbyist und ehemaliger SPD-Politiker will wieder in die SPD zurück. Ihm gefällt, wie die SPD sich seit seinem Ausscheiden entwickelt hat. Auch seine Frau, die aus seinem Schatten katapultiert wurde, als sie verlautbarte: „Wer Arbeit sucht, der findet auch welche!“, sucht wieder die Nähe zu den „lieben Genossen“.

Clement, der auch Guido Westerwelle gut findet, gefällt am neuen Kurs der SPD der Ausstieg aus dem Atomausstieg und die Wende bei der Förderung erneuerbarer Energien. „Soviel Mut hätte ich Siegmar nie zugetraut“, meint der Abtrünnige. Ausgerechnet dem Bochumer SPD-Ortverein der erfolglos seinen Parteiausschluss betrieben hatte, schickte er nun sein Aufnahmeformular.

Als Gabriel davon erfuhr soll er eine Panikattacke erlitten haben. Er vermutet, dass nun weitere Ex-Koryphäen wegen seiner Politik zurückkehren. Er hat die SPD für solche Leute aber auch so was von attraktiv gemacht: verstärkte Ausfuhr von Waffen in Krisengebiete, Mindestlohn erst Mal auf Eis gelegt, der Ausstieg aus dem Atomausstieg läuft auf vollen Touren, die Energiewende scheint gestoppt und Gaucks dringender militärischer Expansionsvorschlag stößt in der SPD kaum auf Widerspruch.

Die besten Bedingungen für die Rückkehr aller abgehalfteter Rechtsaußen.

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Renten sollen an Abgeordnetenbezüge gekoppelt werden

Geheime Zusatzvereinbarung zum Koalitionsvertrag aufgetaucht

Merkel und Gabriel sind immer wieder für Überraschungen gut. Erst jetzt sickerte aus Abgeordnetenkreisen durch, dass es eine geheime Anlage zum Koalitionsvertrag gibt. GladBlog liegt die 25-Seiten-Vereinbarung inzwischen vor. Wir werden sukzessiv über die wesentlichen Inhalte berichten.

geldscheine

Rentner schwimmen bald im Geld

Beim ersten Durchblättern traf uns fast der Schlag – Merkel und Gabriel vereinbarten, dass die Renten künftig an die Abgeordnetendiäten gekoppelt werden sollen. Das kann zweierlei Auswirkungen haben; der Vertrag macht dazu aber keine Präferenz deutlich.

Es kann sein, dass die Rente in einem Jahr um 1,2 % steigt, das hätte zur Folge, dass auch die Abgeordnetenbezüge nur um 1,2 % steigen würden.

Der andere Fall wäre evtl. der finanzielle Gau: Steigen die Abgeordnetendiäten so rasant wie bisher, dann würden bei üblichen 3 -5 % auch die Renten sprunghaft steigen.

Rentenexperte Eberhart Fuchs sieht aber keine Probleme: „Eine Rentenerhöhung von 5 % per anno würde zu einer deutlichen Verbesserung der Binnennachfrage führen, das gibt neue Jobs und die Rentenkasse wird wieder voller!“

GladBlog teilt diese Einschätzung, ist sich aber sicher, dass dieses Geheimpapier nie umgesetzt wird.

Karbon ist stark im Kommen

Gabriel will Renaissance der Kohle im Ruhrgebiet

Mit Yasmin Fahimi als SPD-Generalsekretärin besetzt Energieminister Gabriel eine Schaltstelle zwischen Partei, Fraktion und Gewerkschaften mit einer Kohlelobbyistin erster Güte. Fahimi vertritt bisher die Interessen der Kohlegewerkschaft IG BCE, die jetzt jubelt.

Ihr Lebensgefährte, der IG BCE-Chef Michael Vassiliadis sollte ursprünglich Minister werden, doch dann unterläge er der Kabinettsdisziplin. Jetzt zieht er die Fäden viel effizienter.

karbon

Karbon rettet die Kumpel

Gabriel machte auf einer IG BCE-Konferenz im Ruhrgebiet denn auch keinen Hehl aus seinen Absichten – neue Bergwerke, in denen Braun- und Steinkohle gefördert werden, sollen entstehen. Die Kumpel dankten ihm mit Standing Ovations.

Noch nie wurde soviel Braunkohle für die Stromproduktion verfeuert wie in den letzten Monaten, darin sieht Gabriel einen Trend, den es zu steigern gelte. Mit der Steinkohle hat er allerdings besondere Deals im Auge. Sein Ministerium arbeitet derzeit an einer Verordnung, nach der bei der Produktion von Fahrzeugen wie PKW, Motorrädern und Fahrrädern zunehmend Karbon verarbeitet werden soll. In einem Stufenplan wird vorgeschlagen, bis 2020 eine Karbonverarbeitungsquote von 70 % in der Fahrzeugherstellung zu realisieren.

Damit liegt Gabriel auf einer Linie mit der Kanzlerin, die auf einer Fahrradmesse im Herbst 2013 erfreut ausrief, als ihr Karbonfahrräder gezeigt wurden: „Oh, Fahrräder aus Kohle, das wird dem Steinkohlebergbau aber gut tun!“

In den neuen Bergwerken und Kohleverarbeitung und -veredelungsbetrieben sollen bis zu 200.000 neue Arbeitplätze entstehen. Und auf eines kann sich Gabrien verlassen: die wählen alle SPD.