Putin will mit Russland in die NATO

Wenn es nach Putins Willen geht, wird das Nato-Logo bald um eine weitere Flagge erweitert.

Wenn es nach Putins Willen geht, wird das Nato-Logo bald um eine weitere Flagge erweitert.

Wladimir Putin will mit Russland in die NATO. Das teile jetzt sein Sprecher Dmitri Peskow mit. Der Präsident sei ein friedliebender Mensch und genau diese Rolle könne er in der NATO sehr gut ausleben.

Auch sei nicht ausgeschlossen, dass Russland in den nächsten Jahren die Aufnahme in die Europäische Union anstreben wird. Putin imponiere die Stärke des Euros, so sein Sprecher.

Dass diese Kehrwende in der russischen Außenpolitik auf den Boykott der russischen Wirtschaft zurückzuführen sei, wurde verneint. Wladimir Putin wolle allerdings, angesichts der bedrohlichen Lage in der Welt, seinen Betrag zu den Friedensbemühungen der Staaten leisten.

Friedensnobelpreisträger Obama, der gerade an einem neuen langfristigen Krieg im Nahen Osten bastelt, stünde dem russischen Kurswechsel offen gegenüber, heißt es aus dem Oral Office.

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Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge

Jeder Krieg beginnt mit einer Lüge

Im Osten der Ukraine wurden gestern mehrere deutsche angebliche OSZE-Mitglieder von den russischen Seperatisten festgenommen. Schnell stellte sich heraus, dass es sich nicht im OSZE-Beobachter handelte, sondern um Angehörige der Bundeswehr mit Beobachtungsauftrag. Mit anderen Worten, NATO-Spione die die Lage auskundschaften sollten. Im offiziellen Sprachgebrauch: „Es ist eine bilaterale Mission unter Leitung des Verifikationszentrums der Bundeswehr auf Einladung der ukrainischen Regierung.“

Das erinnert ein wenig an unsere eigene Geschichte: Seit dem 22. August 1939 täuschten als polnische Freischärler verkleidete SD- und SS-Angehörige sowie dazu genötigte KZ-Häftlinge (die ermordet und als Beweis für Kampfhandlungen liegengelassen wurden) mehrere „Grenzzwischenfälle“ vor. Sie sollten dem Ausland von Polen ausgehende kriegerische Akte demonstrieren, gegen die Deutschland sich nur militärisch verteidigen könne. Dazu gehörte auch der angebliche Überfall auf den Sender Gleiwitz.

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Russlands schärfste Waffe: die Expresseinbürgerung

Aus dem russischen Waffenarsenal, Pässe bis zum Abwinken

Aus dem russischen Waffenarsenal, Pässe bis zum Abwinken

Während wir uns hier im Westen Europas den Kopf darüber zerbrechen, ob Drohnen gute oder schlechte Waffen sind, gewährt uns Russland derzeit Einblicke in ganz neue Waffenarsenale. Auf der Krim-Halbinsel kommt seit einigen Tagen die Express-Einbürgerung zum Einsatz.

Massenhaft verteilen russische Geheimdienstkräfte echte Ausweispapiere an die Menschen auf der Krim. Inzwischen ist der russische Bevölkerungsanteil dadurch schon auf fast 80 % angestiegen. Und natürlich sieht sich Russland in der Pflicht, seine Mitbürger vor den faschistischen Gegnern zu schützen.

Die Nato-Staaten auf der anderen Seite staunten zunächst nicht schlecht. Die Niederländische Botschaft schlug als erste mit gleicher Münze zurück. Innerhalb eines Tages wurden 64.000 Ukrainer zu Holländern. Der Coup gelang mit Hilfe russischer Farbkopierer. Einige Tage später beteiligten sich alle Nato-Staaten an der Aktion „Contra-Express-Einbürgerung“. Inzwischen leben in der Ukraine nur noch wenige Menschen mit der ukrainischen Staatsbürgerschaft. Beide Seiten zerbrechen sich nun den Kopf darüber, welche Auswirkungen das Ganze auf die weitere Auseinandersetzung hat.

Putin soll über die Anwendung dieser neuen Waffe nicht erfreut sein. „Zu Zeiten der gegenseitigen atomaren Bedrohung war alles viel einfacher“, soll er geäußert haben.

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